In Form von Berichten von ehrenamtlich Tätigen wie auch von Betroffenen bieten diese Seiten die Möglichkeit, neben den sonst verfügbaren Informationen tiefere Einblicke zu erhalten. So werden hier im Lauf der Zeit Texte zugänglich, die beschreiben, was Menschen bewegt, ein Ehrenamt auszuüben und wie sie Begleitung erleben. Es wird sichtbarer, was es für die Betroffenen bedeutet und was Ihnen in der schweren Zeit geholfen hat.

Besser verstehen

Mein erster Kontakt zur Begleitung eines Sterbenden war im Sommer 2005, als ein guter Freund von mir im Alter von 40 Jahren an Krebs erkrankte und bereits nach wenigen Wochen in einem stationären Hospiz verstarb. Ihm in seinen letzten Wochen nahe zu sein und ihn im Hospiz als enger Freund begleiten zu dürfen, hat mich tief bewegt und meinen Bezug zu Abschied, Sterben und Tod verändert. Seiner Frau und seinen Kindern in der Zeit des Abschieds und in der Zeit danach eine Stütze zu sein, hat ebenso Spuren in mir hinterlassen. Selbst einen lieben Menschen zu verlieren war ein schmerzlicher Prozess. Die Familie in dieser Zeit zu begleiten mit allen Gefühlslagen war eine Herausforderung.

Jedes Sterben wird anders empfunden

Als mir vor vielen Jahren eine Freundin von ihrer Teilnhme an einem Hospiz-Lehrgang erzählte, war ich daran sehr interessiert, konnte mir aber nicht vorstellen, den zeitlichen Aufwand mit meiner familiären Situation in Einklang zu bringen.

Ein paar Jahre später starb mein Mann völlig unerwartet im 66ten Lebensjahr, nachdem ich ihn noch eine Woche lang am Krankenbett begleitet hatte. Ich erlebte mich in dieser schrecklichen Situation als hilfloser Beobachter, doch auch mit einer gewissen Fähigkeit, Beistand geben und den Abschied hinnehmen und für uns akzeptieren zu können.