Sie haben einen geliebten Menschen verloren. Sie trauern. Alles ist für Sie anders geworden. Oft scheint Ihnen Ihr Leben jetzt sinnlos und leer zu sein.

Ihre Trauer ist vielleicht Ursache für eine Fülle von körperlichen und seelischen Symptomen, mit denen Sie zur Zeit leben müssen. Es schnürt Ihnen womöglich, wie man so sagt, die Kehle zu, so dass Sie manchmal schwer atmen und keinen Bissen hinunterbekommen können. Seit diesem Tod schmerzt vielleicht Ihr Herz und Ihr Schlaf ist gestört.

Alle erdenklichen Schuldgefühle möchten Sie belasten: "Hätte ich doch noch...? Warum war ich nicht...?" Vielleicht erahnen nur wenige Menschen in Ihrer Umgebung, wie tief Ihr Verlust Sie schmerzt, wie sehr er Ihr Leben beeinträchtigt.

Natürlich wird man versuchen, Sie zu trösten, Ihnen gute Ratschläge zu erteilen, doch oft wird Sie der Trost kaum erreichen.

Vielleicht tut es Ihnen gut, wenn Sie auf Ihrem Weg nicht alleine sind. Unsere Trauerangebote helfen Ihnen, Menschen zu finden, die, wie Sie, um einen lieben Menschen trauern. Wir schaffen für Sie einen geschützten Raum, in dem Sie immer wieder über all das sprechen können, was Sie seit diesem Tod bewegt, oder was in Ihnen dadurch erstarrt, abgestorben ist. Hier dürfen Sie trauern, hier dürfen Sie all das aussprechen, was Ihnen weh tut.

Gewiss wird Ihr Schmerz dadurch nicht aufhören, aber vielleicht kann er sich wandeln.

Gelegentlich werden gutgemeinte Worte Sie sogar verletzen: "Die Zeit heilt Wunden. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Du musst dich jetzt endlich wieder zusammenreißen!"

All das wird Sie jetzt nicht trösten. Denn Ihre Trauer braucht Zeit: Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Sich-Aussprechen, Zeit, um Abschied zu nehmen, Zeit, um das Unabänderliche zu akzeptieren, Zeit, um neuen Lebensmut zu fassen. Mit unseren verschiedenen Angeboten schaffen wir Zeit und Raum für die unterschiedlichen Bedürfnisse in der Trauer:

 

Mein Blick ist gesenkt.
Wie ein Sammelbecken meiner Tränen
erscheint mir die Pfütze auf dem Weg.
Kälte und Nässe lassen mich frösteln.
Das Leben ist unfreundlich geworden.
Ich gehe diesen Weg nicht gern.

Da öffnet sich mir
in der Tiefe meiner Traurigkeit
die Weite des Himmels.
Die dunklen Wolken
treten auseinander.
Licht fällt in meine
Niedergeschlagenheit.
Der Baum,
der sich im Wasser spiegelt,
hat eine Botschaft.
Ich wachse - so kündet er -
ich wachse heraus
aus der Tiefe in die Höhe.

Ich erhebe mich
aus dem Dunkel zum Licht.
Alle meine Arme strecke ich
nach dem Himmel aus …

Ein Bild wird mich trösten.
Alles -
alles hat seine Zeit:
Weinen
hat seine Zeit,
und das Weinen überwinden

Peter Klever